DAS FEMALE WINE COLLECTIVE FEIERT AM WELTFRAUENTAG.
Gefeiert wird am 8. März aber nicht nur der internationale Tag der Frau, sondern auch der dritte Geburtstag des Kollektivs – Everybody welcome!
2026 ist Gleichberechtigung kein abgeschlossener Prozess sondern tatsächlich immer noch in weiter Ferne. Gender Pay Gap, ungleiche Verteilung von Care-Arbeit und mangelnde Repräsentation von Frauen in Führungspositionen prägen sämtliche Branchen – so auch die Wein- und Gastronomieszene. Es braucht strukturelle Veränderungen und mehr Menschen (vor allem Männer), die Verantwortung übernehmen und für Feminismus einstehen. Der 8. März markiert dafür stellvertretend weltweit seit über hundert Jahren den Kampf für politische Teilhabe, faire Arbeitsbedingungen und ökonomische Unabhängigkeit von Frauen.
In diesem Kontext arbeitet das Female Wine Collective. Das 2023 gegründete professionelle FLINTA*-Netzwerk zählt mittlerweile 89 Mitglieder und verbindet fachlichen Austausch mit gezielter Sichtbarmachung von Frauen sowie strukturellen Problemen in der Wein- und Gastrobranche.
Neben internen Round Tables und Weiterbildungsformaten setzt das Kollektiv immer wieder bewusst auf öffentliche Impulse. Das Ziel ist klar: Expertise von Frauen und FLINTA* Personen sichtbar machen, Arbeitsbedingungen verbessern und Geschlechtergerechtigkeit vorantreiben.
Am 8. März 2026 wird zu diesem Anlass das Lokal SCHATZ IMHOF in der Universitätsstraße in Wien zu „FRAU IMHOF“.
Von 12 bis 18 Uhr präsentieren über 16 Winzerinnen ihre Weine, begleitet von Köchin Kim Bechinger. Für den musikalischen Rahmen sorgen Kate La Boom und Deepanda. Die Veranstaltung ist offen für alle, inklusive einer Mini-Verkostungsstation für Kinder – ein bewusst niedrigschwelliger Zugang.
Nicht zuletzt verdeutlicht die brandaktuelle, internationale Debatte über Arbeitsbedingungen im Fine Dining Sektor – ausgelöst durch Berichte über das Noma und Recherchen von Jason Ignacio White – einmal mehr, wie sehr Fragen von Fairness, Bezahlung und Machtstrukturen relevant sind. Gerade deshalb sind Netzwerke wichtig, die nicht nur Missstände benennen, sondern konkrete Räume für Austausch und Unterstützung aktiv fördern.
PROGRAMM Sonntag, 8. März 2026
- 12.00 bis 18.00 Uhr
- SCHATZ IMHOF ——> FRAU IMHOF
Universitätsstraße 11, 1010 Wien - EVERYONE welcome (m/w/d)
- Weine & Verkostungen & Tombola vom FEMALE WINE COLLECTIVE (16 + Winzerinnen)
- Kulinarisches Begleitung: KIM BECHINGER
- Musik KATE LA BOOM & DEEPANDA
In Österreich verdienen Frauen laut Statistik Austria im Schnitt noch immer rund 18,3 % weniger pro Stunde als Männer – der Equal Pay Day fällt deshalb 2025 auf den 2. November. Auch im Alter setzt sich die Ungleichheit fort: Die durchschnittliche Pension von Frauen liegt mit rund 1.527 € brutto pro Monat deutlich unter jener der Männer (ca. 2.535 €), der Gender Pension Gap beträgt etwa 39,7 %. Ein zentraler Grund ist die ungleiche Verteilung von Care-Arbeit: Nur rund 66 % der Frauen arbeiten Vollzeit (Männer: ca. 92 %), viele reduzieren ihre Erwerbsarbeitszeit zugunsten unbezahlter Sorgearbeit – mit langfristigen Folgen für Einkommen und Altersabsicherung.